Andreas Bremer-Presse
9. Dezember 2008Der Mazda mit Platz daGlatt gestylt und mit viel Laderaum präsentiert sich der neue Van MPV
Von Hans-Georg Fischer
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15 PROZENT PRO JAHR Diese Typen haben den Automarkt ganz schön durcheinander gewirbelt:
Mikro-, Mini- oder Maxi-Van bremsen die klassischen Limousinen aus.
„Von den gelernten Marktsegmenten der Vergangenheit müssen wir uns endgültig verabschieden“,
sagt Marktforscher Andreas Bremer vom Essener IfA-Institut,
„die Grenzen werden fließender, die Anforderung der Käufer immer spezieller.”
- Laut Kraftfahrt-Bundesamt stieg der Verkaufsanteil der Vans von 0,3 Prozent im Jahr 1991 auf 8,1 Prozent im vergangenen Jahr - dem entsprechen 301 339 Neuzulassungen. Ein lohnender Markt: Im November packt Mazda den Nachfolger der bislang altbacken wirkenden Großraumlimousine MPV ins Programm.
- Der MPV („Multi Purpose Vehicle”) drängt sich als siebensitziger Familientransporter neben etablierte Konkurrenten wie den Renault Espace oder den VW Sharan. Zum Gefecht um die Platz suchende Kundschaft gehört die Strategie, mit möglichst beeindruckender Variabilität aufzutrumpfen: „3840 Variationsmöglichkeiten” zählen die PR-Strategen für die Bestuhlung im Innenraum.
- Alle sieben Sitzlehnen sind klapp- oder verstellbar; die Sitze der hinteren Reihen sind problemlos auszubauen, so dass eine glatte Ladefläche und ein großer Stauraum von 2745 Litern entstehen. Schiebetüren erleichtern das Beladen auf engen Parkplätzen und erschweren Kindern das ungewollte Öffnen.
- Maxi zum Mini-Preis. Der vom Heck- zum Fronttriebler mutierte Großbus unterbietet konkurrierende Vans um mindestens 1000 Mark, läuft aber mit veralteter Motortechnik: Der einzige lieferbare Vierzylinder schafft lediglich die Abgasnorm nach Euro II; ein Diesel fehlt völlig.
- Viel wählen darf König Kunde nicht. Er kauft, was in Fernost vom Band rollt. Diese bekannte Japan-Strategie gilt indes als Auslaufmodell. Seitdem sich Ford mit einer 33-prozentigen Beteiligung eingekauft hat, werden Produkt- und Marketingpolitik neu geordnet: Der nächste Van wird auf einer gemeinsamen Plattform aufbauen. Schon für Mitte nächsten Jahres kündigt Klaus Tarlatt, Geschäftsführer von Mazda Deutschland, „eine engere Modellstrategie” an. In Arbeit ist ein vom Ford Focus abgeleiteter Mazda 323 - und Ende 2000 rollt mit einem Freizeitfahrzeug (SUV) das erste gemeinsam entwickelte Auto auf den Markt.
